Institut Mensch, Technik und Teilhabe


Aktuelles

News rund um das IMTT

Welt-Alzheimer Tag am 21.09.2022

In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz mit steigender Tendenz. Die adäquate Versorgung dieser Menschen wird in den nächsten Jahren eine der zentralen Fragestellungen und Herausforderungen für das deutsche Gesundheitssystem werden. Um auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihre besonderen Bedürfnissen aber auch deren pflegende Angehörige aufmerksam zu machen, findet seit 1994 am 21.09. der Welt-Alzheimertag statt. In diesem Jahr ist das Institut Mensch, Technik und Teilhabe mit einem Stand auf dem Freiburger Alzheimertag auf dem Platz der Alten Synagoge mitvertreten.

Dass dem Thema Demenz eine wichtige Rolle beigemessen wird, zeigt sich in zahlreichen Forschungsaktivitäten des IMTT in den letzten Jahren. Aktuell laufen drei Forschungsprojekte, die sich direkt mit diesem Thema beschäftigen, mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten.

Im Projekt FreiZeit, das gemeinsam mit Partnern in Deutschland und der Schweiz durchgeführt wird, wird gerade untersucht, was Menschen mit Demenz in betreuungsfreien Zeiten tun. Mithilfe von zahlreichen Beobachtungen in Alten- und Pflegeheimen, aber auch in der häuslichen Versorgung sowie demenzspezifischen Assessmentinstrumenten soll eruiert werden, was Menschen mit Demenz tun, wenn sie nichts tun und wie sie diese Zeiten erleben. Aufbauend auf diesen Daten soll in der zweiten Phase dieses dreijährigen DFG / SNF Projektes, ein breit angelegter Survey mit Pflegenden und pflegenden Angehörigen durchgeführt werden.

Das von der Carl-Zeiss-Stiftung geförderte Projekt DIDEM beinhaltet drei Schwerpunkte. Neben der Konzeption und Implementation eines Pflegeberatungs-Chatbots für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz, wird an einem KI-gestützten System gearbeitet, das bei der technikgestützten Biografie- und Erinnerungsarbeit für Menschen mit Demenz unterstützt. Im dritten Teilprojekt wird darüber hinaus an technikgestützten Klang- und Musikinterventionen, die die spezifischen Bedürfnisse der Menschen mit Demenz erfüllen, geforscht. Besonders in diesem Projekt kann auf den zahlreichen Erkenntnissen der Vorprojekte zum Thema aufgebaut werden.

Die direkte Versorgungssituation von Menschen mit Demenz wird dagegen im Projekt DemCareDom adressiert. Das internationale Projekt wird gemeinsam mit einer Universität in der Dominikanischen Republik durchgeführt. In einem gemeinsam entwickelten Massiv Open Online Kurs mit synchronen und asynchronen Einheiten lernen interdisziplinäre-internationale Studierendengruppen relevante Aspekte zum Thema, die verschiedenen Versorgungsformen sowie die kultur- und länderspezifischen Gegebenheiten in der Versorgung der Menschen mit Demenz kennen.